Neubau der Unterstation Bassecourt

Die BKW beauftragte Arnold mit der Um-setzung des Neubaus der Unterstation (UST) am Standort Bassecourt im Jura. Dabei wurde auf neue Technologie gesetzt und massiv Platz gegenüber der Vorgänger-lösung eingespart.

 

Die BKW betreibt mit der Unterstation Bassecourt einen wichtigen Knotenpunkt für die nationale  Stromversorgung. Da die luftisolierten Hochspannungsanlagen (AIS) auf drei Spannungsebenen (132 kV, 50 kV und 16 kV) am Ende ihrer Lebensdauer angelangt waren, entschied sich die BKW, diese komplett zu erneuern. Im Zuge dessen sollte die Unterstation an genau derselben Stelle komplett neu errichtet werden. Auf Basis der langjährigen,  fruchtbaren Zusammenarbeit sowie der Tatsache, dass Arnold aufgrund von Revisions- und Instandhaltungsarbeiten bereits mit den bestehenden Anlagen vertraut war, wurde der Auftrag an Arnold erteilt.

Die Planungsphase des Projekts begann Anfang 2015  und nahm, aufgrund des grossen Umfangs, viel Zeit in  Anspruch. Im August 2016 konnte die Umsetzung schliesslich in Angriff genommen werden. Die neue UST Bassecourt wurde als moderner Stahlbau realisiert, in welchem die neuen, gasisolierten Schaltanlagen (GIS) integriert wurden. Durch die neue Bauart konnte enorm viel Platz eingespart werden. So umfasst der Neubau anstelle der Fläche von vier Fussballfeldern nur noch jene von einem.

Daneben wurden neue Sekundärtechniken und  Neben- anlagen, wie zum Beispiel Lüftung, Licht und Eigen-strombedarf, installiert. Sämtliche Komponenten wurden im Neubau integriert, wobei die 132-kV- Hochspannungsanlage aufgrund von Überlegungen zur Versorgungssicherheit komplett von den übrigen Anlagen abgetrennt wurde. Entsprechend wurden zwei separate Gebäudeteile konzipiert: Ein Gebäude-teil beinhaltet die 132-kV-Schaltanlage, der andere die beiden übrigen 50-kV- und 16-kV-Schaltanlagen. Dies bedingte zudem, dass sämtliche 132-kV-Kabel getrennt von den anderen beiden Anlagen geführt werden mussten. Neu wird die Leistungsreglung und Transformation der Spannungen aus dem Übertragungsnetz von Swissgrid über zwei 400-MVA-Trans-formatoren (T07-TA1/TA2) gesteuert.

Eine weitere Herausforderung bei der Umsetzung  war die Tatsache, dass sich die Unterstation in einem  Grundwassergebiet befindet. Trotzdem konnte der Zeitplan eingehalten werden. Aus der Grösse des Projekts resultierte eine Vielzahl an Schnittstellen  zwischen Baufirmen, Handwerkern und weiteren Beteiligten.

Eine weitere, nicht unwesentliche Schnittstelle bestand zu den IWB  (Industrielle Werke Basel), welche mit zwei 132-kV- Leitungen in Bassecourt angeschlossen sind und mit den von uns erbrachten Leistungen sehr zufrieden sind. Die Koordination dieser Schnittstellen erfolgte durch die BKW, während Arnold für die komplette Montage und Inbetriebnahme der Komponenten verantwortlich  zeichnete. Insgesamt wurden von Arnold bis zur Inbetriebnahme Ende 2018 rund 20 000 Mannstunden erbracht.