FTTH Gossau-Glasfaser bis ins Wohnzimmer

Für eine Baukooperation verhandelte die Stadt Gossau erfolgreich mit der Swisscom. In der Absichtserklärung des Stadtrates bekräftigen sie, im Zuge der Zusammenarbeit ein flächendeckendes Glasfasernetz erstellen, betreiben und unterhalten zu wollen. Zur Unterstützung wandte man sich an Arnold.

 

 

Um bei der Projektierung und Ausführung Unterstützung zu erhalten, sind die Stadtwerke Gossau eine Kooperation mit den St. Galler Stadtwerken eingegangen. In diesem Zusammenhang erteilten die St. Galler Stadtwerke Arnold den Auftrag, von 2015 bis 2018 in Regie beim Aufbau des FTTH-Netzes in der Stadt Gossau mitzuhelfen. Obwohl es sich im eigentlichen Sinne um ein Telecom-Projekt handelte, waren zusätzliche Arbeiten im Energiebereich auszuführen.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich das FTTH-Netz in St. Gallen, an welchem Arnold ebenfalls mitwirkte, kurz vor der Fertigstellung. Die involvierten Mitarbeitenden konnten so in Gossau direkt weiterbeschäftigt werden. Gleichzeitig galt es, veraltete Energie-Hausanschlüsse zu erneuern, weshalb alle involvierten  Mitarbeitenden über eine Ausbildung als Netzelektriker verfügen mussten.

Das Gebiet, das ans FTTH-Netz angeschlossen werden sollte, umfasste gemäss Zellenplan rund 2 600 Gebäude und 8600 Wohnungen und Büros, genannt Nutzungseinheiten. Die Architektur des Glasfasernetzes von der Zentrale bis zur Wohnung wird dabei gewöhnlich in drei Abschnitte unterteilt: Inhouse, Drop und Feeder.

  • Mit Inhouse ist die Gebäudeverkabelung gemeint. Sie umfasst die Strecke vom Hausanschlusskasten bis zur Steckdose in der Wohnung.
  • Als Drop wird der Verteilbereich innerhalb eines Quartiers bezeichnet. Dieser betrifft die Strecke vom Hausanschlusskasten bis zum nächsten Quartierverteiler, welcher aus einem Schacht, einer Kabine oder einer Trafostation bestehen kann.
  • Feeder heisst die Strecke vom Quartierverteiler bis zur Swisscom-Zentrale. Es handelt sich dabei um eine Zubringerleitung, auch Stammleitung genannt.

Der Umfang des Projekts erforderte einen entsprechend grossen Geräte- und Maschinenpark. Dieser umfasste eine Zugmaschine, eine Vorseilwinde, einen Super- und einen Mini-Jet, einen Bobinenanhänger, einen 12-m3-  Kompressor, Speed-Pipes-Anhänger und Werkzeugausrüstung für Arbeiten unter Spannung. Die damit  umgesetzten Arbeiten umfassten den Einzug von Niederspannungs- und Mittelspannungskabeln, das Einblasen von Speed-Pipes und Minikabeln sowie die Erstellung von Niederspannungs– und Mittelspannungs-anschlüssen und Muffen.

Dank guter Vorbereitung und Planung der St. Galler Stadtwerke sowie der fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Gossau konnte die Arnold AG das Projekt erfolgreich abschliessen.