Für die Sicherstellung des Bahnversorgungsnetzes

Als Umsetzungspartner der ABB Schweiz AG realisierte Arnold am Standort Brig-Glis ein Unterwerk (UW), das den steigenden Anforderungen des Tourismusgebietes an den Bahnverkehr nachhaltig Rechnung tragen soll.

 

 

Der Raum Brig ist im Bahnstromversorgungsnetz der SBB ein Knotenpunkt von regionaler und nationaler Bedeutung. Von da aus werden, nebst dem SBB-Netz, auch die Simplon-Achse und die Matterhorn- Gotthard-Bahn (MGB) mit Bahnstrom versorgt. Um die Versorgung auch in Zukunft sicherstellen zu können, erfolgte der komplette Neubau eines Unterwerks mit vier Spannungsebenen am Standort Brig. Damit soll der Verfügbarkeit und Leistung angesichts der steigenden Anforderungen des Tourismusgebiets ans Bahnnetz Rechnung getragen werden.

Das Projekt basierte auf einer Ausschreibung der SBB und der MGB für die Unterwerke Ulrichen und Brig, welche ABB, gemeinsam mit der Therler AG, für sich entscheiden konnte. Als Technologieunternehmen wandte sich ABB an Arnold als Partner für die Umsetzung des UW Ulrichen. Nach dessen erfolgreicher Realisierung ging auch der Auftrag des UW Brig an Arnold.

Nach dem Projektstart Anfang 2016 folgte schliesslich im Herbst 2017 der Beginn der Umsetzung. Der Neubau des UW Brig wurde mit 132-, 66-, 15- und 11- kV-Schalt- anlagen inklusive zweier Fahrleitungstransformatoren 132 und 15 kV (21,8 MVA; SBB), eines Fahrleitungs-transformators 132/11 kV (10 MVA; MG) und einem Kuppeltransformator 132/66 kV (10 MVA; SBB) aus- gestattet. Damit kann die Bahnstromversorgung nach-haltig sichergestellt werden. Damit wird das temporär installierte, fahrbare UW (FUW) Gamsen durch eine definitive Lösung ersetzt.

Die gesamte Ausrüstung wurde von ABB angeliefert, während Arnold die benötigte Manpower zur Verfügung stellte. Eine zusätzliche Herausforderung bildete die Teilplanung der Logistik. So war Arnold beispielsweise verantwortlich für das Abladen der 50 Tonnen schweren Transformatoren, die per LKW aus Finnland angeliefert wurden. Um die Transformatoren an ihren Platz bringen zu können, wurde ein 250-Tonnen-Kran organisiert. Die rund 22 Tonnen Öl wurden separat angeliefert. Ein wei-terer 50-Tonnen-Kran kam zum Einsatz, um die 3,5 Tonnen schweren gasisolierten Schaltanlagen (GIS) in den ersten Stock des Gebäudes zu bringen.

Die Inbetriebnahme des UW Brig erfolgt voraussichtlich im Frühling 2019, sodass das UW noch im selben Jahr in das SBB-Netz integriert werden kann.