Neuverkabelung für die Schweizer Ski-Nation

Bereits 2017 durfte Arnold dem Verein Internationale Lauberhornrennen Wengen eine Offerte für die Verkabelung der ganzen Abfahrtsstrecke unterbreiten. Aus verschiedenen Gründen wurden die Vergabe sowie die Installationsarbeiten ins Jahr 2018 verschoben.

 

 

2018 durfte sich Arnold über den Zuschlag des  Vereins internationale Lauberhornrennen Wengen für die Verkabelung entlang der kompletten Abfahrtsstrecke freuen. Die alten Kupferleitungen hatten allmählich ihr Lebensende erreicht. Der Auftrag an Arnold beinhaltete die Neuinstallation entlang der Abfahrtspiste mit Kupfer- und Lichtwellenleiterkabeln.

Bei den Begehungen mit den Kundenvertretern und Fachplanern wurde klar, dass das ursprünglich vorgese-hene Verkabelungskonzept den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden musste. So wurde auch in den unte-ren Sektoren 2 und 3 das Konzept des oberen Sektors übernommen. Die Überarbeitung erfolgte in enger Zu-sammenarbeit mit den Fachplanern. Daraus folgte eine neue Ausgangslage für die Erstellung der Kabelanlagen.

Im obersten Abschnitt – zwischen Start und Minsch-hütte – wurde ab Mitte Juli 2018 ein erster Kabelzug ausgeführt. Die Einzugarbeiten für die unteren  Abschnitte starteten ab Anfang Oktober 2018. Die Installationsplätze entlang der Abfahrtsstrecke wurden genau definiert, damit die Bobinen, welche mit dem Helikopter angeliefert wurden, am Ende garantiert am richtigen Ort standen. Denn im steilen Gelände hätten diese nicht mit einfachen Mitteln verschoben werden können. Mit den geeigneten Geräten und Maschinen sowie dem entsprechenden Fachwissen wurden anschliessend alle Kabel eingezogen. Danach konnten die Anschlussarbeiten der Glasfaser- und Kupferkabel in Angriff genommen werden. Gesamthaft wurden rund 50 Glas- und Kupfermuffen sowie 26 Anschlusskästen in Schächten entlang der Piste aufgeschaltet. Hinzu kamen die Endstellen beim Start, im Ziel sowie bei den Hütten an der Minsch-Kante und am Langentrejen.

Obwohl zwei Gators von John Deere im Einsatz waren, mussten die zahlreichen Mitarbeitenden von Arnold, die das Feeling vor Ort miterleben konnten, viele Meter zu Fuss zurücklegen. Während der zweimonatigen Umsetzung war das Herbstwetter glücklicherweise meist wie aus dem Bilderbuch, was die Arbeitsstun-den an der ikonischen Abfahrtsstrecke besonders angenehm gestaltete. An einigen Tagen blies der Guggiföhn jedoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h, sodass ans Arbeiten entlang der  oberen Streckenabschnitte nicht zu denken war. Die Abschlussarbeiten von Mitte bis Ende November 2018 fanden im Schnee und teilweise sogar bei Mi-nustemperaturen statt.