Rasche Störungsbehebung an der "Swiss Pyramid"

Die Januar-Stürme 2018 hatten für die Niesenbahn AG Schäden an der 16-kV-Frei-leitung entlang des Bahntrasses zur Folge. Als Sofortmassnahme wurde ein 16-kV- Kabel ausgelegt, um den Bahnbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen.

 

 

Umgestürzte Tannen, die aufgrund von Schneelasten bei nicht gefrorenem Boden dem Januar-Sturm «Evi» zum Opfer fielen, beschädigten die 16-kV-Freileitungs-zuleitung der Sektion 2 zwischen der Mittel- und der Bergstation der Niesenbahn AG. Da sogar einbetonierte Eisensockel abgebrochen waren, konnte die Freileitung nicht zeitnah repariert werden. Aus diesem Grund kontaktierte der Kunde Arnold mit der Anforderung, die Energiezufuhr der Bergstation schnellstmöglich wieder-herzustellen, um die Antennen, Radarsysteme und die Niesenbahn selbst wieder in Betrieb nehmen zu können.

Am selben Tag, an dem der Auftrag bei Arnold einging, wurde der Schaden vor Ort eingeschätzt. Nur mit dem Auslegen eines Mittelspannungskabels konnte eine umgehende Lösung erzielt werden. Bereits am darauf-folgenden Tag demontierte ein kurzfristig zusammen-gestelltes Montageteam die defekten Leitungsteile und Tragwerke. Die Freileitung wurde so instand gestellt, dass nicht defekte Leitungsabschnitte wiederverwendet wurden. Anschliessend wurden provisorische Veranke-rungen erstellt, sodass die Freileitung ideal dafür vorbe-reitet war, um das provisorische Mittelspannungskabel an den bestehenden Tragwerken anzuschliessen.

Parallel dazu organisierte Arnold den Transport des Mittelspannungskabels zur Talstation in Mülenen, welche nicht mit dem Lastwagen erreicht werden kann. Die Transportmöglichkeiten schränkten die Grösse der Bobine (Kabeltrommel) folglich ein, was die Auswahl der verfügbaren Kabel erschwerte.

Am nächsten Tag konnte das Team von Arnold mithilfe der Niesenbahn und deren Team das Kabel zum Montage- platz transportieren, der ca. 1 850 m ü. M. liegt. Die  Verlegearbeiten verliefen einwandfrei. Trotz der heraus-fordernden Bedingungen – wie des steilen Geländes  entlang des Bahntrasses und der über 1 m hohen Schneemassen – konnte die Leitung bereits am dritten Tag nach Unterbruch in Betrieb genommen werden. 66 Stunden nach dem Schadenereignis funktionierte die Stromversorgung wieder.


Der Einsatz an der «Swiss Pyramid» war aufgrund der Gegebenheiten und der Kurzfristigkeit ein Auftrag der ganz besonderen Art.

Nach der Störungsbehebung beschloss die Niesen- bahn AG, die ganze Freileitung der Sektion 2 zu ver- kabeln. Aufgrund des erfolgreichen Projektverlaufs zähl-te der Kunde auch bei der Planung und der Durchführung dieses Folgeprojekts auf die Unterstützung von Arnold.